Ich bin Mal von Deutschland aus gepilgert und als ich in Spanien angekommen habe ich ein Paket gepackt, weil ich meine Zeltausrüstung nicht mehr brauchte.Skywalker hat geschrieben: ↑2. Apr 2026, 15:20 Ein Inlay bzw. Hüttenschlafsack ist natürlich um einiges leichter und nimmt weniger Platz weg. Auf der anderen Seite ist es im April (ich gehe ja am 14.4. in SJPdP los) auch nachts noch recht frisch … Ich werde in Herbergen übernachten.
Vielleicht haben hier ja die erfahrenen Camiñeras und Caniñeros noch einen Rat
Danke!
In Pamplona habe ich mich dann neu ausgerüstet und weil es Hochsommer war habe ich mir einen Seidenschlafsack gekauft. Ganz klein und leicht.
Ich habe es bereits in der ersten Nacht bereut und danach noch einige weitere Nächte.
Ich habe in Pamplona in der Herberge bitterlich gefroren, weil das Teil viel zu wenig, eigentlich gar nicht, gewärmt hat.
Und in der Herberge gab es nur ganz dünne Fleecedecken.
Mit diesem Seidenschlafsack war ich in jeder Herberge darauf angewiesen die ausgelegten Decken zu benutzen und das ist wirklich nicht immer schön.
Die Entscheidung war aber auch nicht besonders klug, da ich schon immer eine Frostbeule war und auch selbst hätte darauf kommen können, dass mir die Nächte ohne Decke zu kalt sind.
Aber ich habe so oft im Forum gelesen, dass solche Seidenschlafsäcke oder Hüttenschlafsäcke völlig ausreichend sind und mich mitreißen lassen.
Dass so ein Sxhlafsack toll ist gilt aber wirklich nur für Menschen, die nicht schnell frieren und im Grunde gut ohne Decke schlafen könnten.
Noch sind die Nächte bei uns ja auch frisch. Du kannst dich ja mal ohne Bettdecke oder mit einem Bettlaken als Decke unter ein weit geöffnetes Fenster legen und dort schlafen. Wenn du dabei nicht frierst könnte so ein Hüttenschlafsack für dich ausreichend sein. Wenn das für dich zu frisch oder ungemütlich ist nimm lieber einen Schlafsack mit.
Denn ein weiterer Aspekt, den ich persönlich wichtig finde, ist die Gemütlichkeit. Ich kuschle mich gerne ein und das geht mit einem Schlafsack doch noch mal besser als mit einem dünnen Hüttenschlafsack.
Guter Schlaf ist grundsätzlich wichtig und auf dem Camino gibt es schon genug Faktoren, die den guten Schlaf gefährden wie Schnarcher, wackelige Betten, stickige Luft, leuchtende packende Pilger mitten in der Nacht, schlechte Matratzen… will man da evtl auch noch frieren?
Mir ist es dummerweise auch einmal passiert, dass ich den falschen Schlafsack bestellt habe und ohne ihn zu testen auf den Camino gegangen bin. So lief ich im Dezember mit einem Sommerschlafsack durch Portugal und weil es dort nicht in jeder Herberge Decken gibt und fast nirgendwo geheizt wird musste ich ein paar mal in eine Pension gehen, um nicht zu frieren.
Ich habe für mich persönlich also beschlossen, dass ich lieber an anderer Stelle Gewicht spare und mir guter Schlaf auch das Gewicht vom Schlafsack wert ist.