Rat der Olavsweg-Absolventen
- donjohannes
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Rat der Olavsweg-Absolventen
Ich komm heuer unverhofft dazu den Olavsweg zu gehen. Ich begleite eine Gruppe auf den letzten 7 Tagen des Weges nach Trondheim und werde nun etwas früher nach Oslo anreisen, um von dort zu starten und die Gruppe unterwegs zu treffen. Aus Oslo raus gibt es gleich einmal eine Entscheidung Ost- oder Westroute.
Welche Variante habt ihr gewählt (wenn ihr in Oslo gestartet seid) - und warum?
Danke für eure Antworten
ERGEBNIS:
Sollte jemand in Zukunft die gleiche Frage habe, hier ist der Konsens der FB-Gruppe:
Die Westroute:
- hat weniger Asphalt
- berührt Stätten der Kindheit Olavs
- man kann ab Kapp oder anderen Orten nach Hamar übersetzen, wenn man jene Stadt besuchen möchte
Welche Variante habt ihr gewählt (wenn ihr in Oslo gestartet seid) - und warum?
Danke für eure Antworten
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Sollte jemand in Zukunft die gleiche Frage habe, hier ist der Konsens der FB-Gruppe:
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Zuletzt geändert von donjohannes am 15. Mär 2026, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
AT-Santiago (1998) FL-Etschmiadsin-Jerusalem-Rom-FL (2013-14) Via Alpina Sacra (2018)
Kolumbansweg IE-IT (2022) Martinsweg HU-FR Mitteroute Plus (2025)
Kartäuserpfad Köln-Kalabrien (2025)
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Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
donjohannes hat geschrieben: ↑12. Mär 2026, 21:21 Ich komm heuer unverhofft dazu den Olavsweg zu gehen. Ich begleite eine Gruppe auf den letzten 7 Tagen des Weges nach Trondheim und werde nun etwas früher nach Oslo anreisen, um von dort zu starten und die Gruppe unterwegs zu treffen. Aus Oslo raus gibt es gleich einmal eine Entscheidung Ost- oder Westroute.
Welche Variante habt ihr gewählt (wenn ihr in Oslo gestartet seid) - und warum?
Danke für eure Antworten
Moin Johannes,
2012 bin ich die Ostroute gegangen.
Der Weg führte vielfach durch Wälder und Seenlandschaften.
Die alternative Westroute war mir damals nicht bekannt.
Gerne wäre ich seinerzeit mit dem Schaufelraddampfer Skibladner von Eidsvoll bis Hamar über den Mjøsasee gefahren.
Leider passten die Fahrtage nicht mit meinem Etappenplan zusammen.
Auf dem Schiff gibt‘s nen Pilgerstempel.
God tur
Ove
- BavarianBuddy
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Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Hallo Johannes,
ich bin 2023 zuerst die Westvariante gegangen und von dort mit dem Skibladner über den See. Danach weiter auf der Ostroute. Habe damals viele Etappenbeschreibungen gelesen und diese Kombination erschien mir als die "Schönste"
Gruß
Andreas
Kurzer Nachtrag: Habe nochmal nachgeschaut. Ich bin damals am Westufer des Mjøsa-Sees bis Gjøvik gegangen und von dort mit dem Skibladner nach Hamar gefahren. Wirklich schön und etwas Besonderes mit so einem alten Raddampfer zu fahren. Von Hamar bin ich dann weiter am Ostufer Richtung Lillehammer gegangen, wo beide Varianten wieder aufeinandertreffen.
ich bin 2023 zuerst die Westvariante gegangen und von dort mit dem Skibladner über den See. Danach weiter auf der Ostroute. Habe damals viele Etappenbeschreibungen gelesen und diese Kombination erschien mir als die "Schönste"
Gruß
Andreas
Kurzer Nachtrag: Habe nochmal nachgeschaut. Ich bin damals am Westufer des Mjøsa-Sees bis Gjøvik gegangen und von dort mit dem Skibladner nach Hamar gefahren. Wirklich schön und etwas Besonderes mit so einem alten Raddampfer zu fahren. Von Hamar bin ich dann weiter am Ostufer Richtung Lillehammer gegangen, wo beide Varianten wieder aufeinandertreffen.
Frances, del Norte, Portugues, Primitivo, Via de la Plata mit Sanabrés, de Madrid, Invierno, Ingles, Mozárabe, Mosel-Camino, Olavsweg, Dag Hammarskjöldsleden, Forststeig, GR221, E5 Alpencross, WHW & GGW, Bibbulmun Track, Rennsteig
Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Ich hatte, wie Camineiro, keine Wahl.donjohannes hat geschrieben: ↑12. Mär 2026, 21:21
Welche Variante habt ihr gewählt (wenn ihr in Oslo gestartet seid) - und warum?
Als ich den Weg in 2018 plante und auch gelaufen bin, gab es nur die Infos zur Ostroute. Erst unterwegs habe ich von der Westroute erfahren, da kamen zwei Piiger in Eidsvoll mit dem Dampfer von diesem Weg rüber.
Johannes, vielleicht magst du dich mal auf Facebook umhören, da findet sich vielleicht eher jemand der beiden Routen gelaufen ist und kennt und darüber berichten kann.
- donjohannes
- Beiträge: 342
- Registriert: 21. Jul 2019, 21:40
Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Danke für eure Antworten - und Tritta für den Tipp mit facebook. Hab mich da mal in 2 Gruppen angemeldet.
Ich weiß noch so wenig über den Weg und die historischen Stätten, die man auf keinen Fall auslassen sollte, dass ich sogar überlege irgendwie den Rondanestien in Teilen als Alternative zu gehen. Auf meiner Karte führt der Olavsweg nahe an den großen Strassen - und die schönsten Bilder vom Weg scheinen immer jene aus dem Stück über das Fjell zu sein. Also vielleicht mehr Fjell (wenn das Wetter nicht grausam ist)? Mal sehen...
Ich weiß noch so wenig über den Weg und die historischen Stätten, die man auf keinen Fall auslassen sollte, dass ich sogar überlege irgendwie den Rondanestien in Teilen als Alternative zu gehen. Auf meiner Karte führt der Olavsweg nahe an den großen Strassen - und die schönsten Bilder vom Weg scheinen immer jene aus dem Stück über das Fjell zu sein. Also vielleicht mehr Fjell (wenn das Wetter nicht grausam ist)? Mal sehen...
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Kolumbansweg IE-IT (2022) Martinsweg HU-FR Mitteroute Plus (2025)
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Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Danke für diese Rückmeldung.donjohannes hat geschrieben: ↑12. Mär 2026, 21:21
ERGEBNIS:
Sollte jemand in Zukunft die gleiche Frage habe, hier ist der Konsens der FB-Gruppe:
Die Westroute:
- hat weniger Asphalt
- berührt Stätten der Kindheit Olavs
- man kann ab Kapp oder anderen Orten nach Hamar übersetzen, wenn man jene Stadt besuchen möchte
Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Hallo, also ich war 2023 auf der Ostroute unterwegs, eigentlich ist alles schon gesagt, ich würde nur noch einwerfen, dass das Angebot an Herbergen auf der Ostroute deutlich größer ist. Also für mich war es so okay, weiß nicht, was ich vielleicht verpasst habe und werde es wohl auch nicht mehr erfahren, denn mein nächster Trip wird auf dem Olavsleden sein. Liebe Grüße, Martin
Mein Blog: mein-olavsweg.blogspot.com
Mein Buch: Auf nach Nidaros! - Eine Pilgerreise auf dem Olavsweg
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Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Ich bin 2022 die Ostroute gegangen und letztes Jahr die Westroute. Aus meiner Sicht gibt es da kein "besser", beide Routen sind toll.
Unterschiede/Vergleiche:
- Straßen: Ich würde nicht sagen, dass auf der Westroute weniger Asphalt ist, aber es waren oft eher weniger befahrene Straßen. Auf der Ostroute hat man einige Abschnitte, bei denen man recht viel Verkehr hat. Aber man muss bei beiden Varianten damit rechnen, dass man etliche Asphaltstrecken hat.
- Naturnähe: Die Westroute hat insgesamt etwas mehr unberührte Natur, aber auch auf der Ostroute gibt es wundervolle, grüne Abschnitte (vor allem der traumhafte Wald zwischen Eidsvoll und Tangenodden).
- Herbergen: Auf der Westroute gibt es eine ganze Reihe von gemütlichen, liebevoll betreuten kleinen Herbergen, aber als größere Gruppe hat man es vermutlich auf der Ostroute leichter, da es hier mehr und mitunter auch größere Herbergen gibt.
- Pilgerbegegnungen: Insgesamt bin ich auf der Ostroute mehr Pilgern begegnet, wobei ich auch im Westen auf den ersten Etappen sehr nette Bekanntschaften geschlossen habe. Zwischen Kapp und Lillehammer wurde es dann sehr einsam, weil dort alle mit dem Skibladner rüber nach Hamar gefahren sind. Landschaftlich ist der Weg auf der Westroute zwischen Kapp und Lillehammer aber sehr schön.
- Historische Orte: Auf der Ostroute hat man Eidsvoll und Hamar, auf der Westroute Granavollen. Wenn man auch an der jüngeren norwegischen Geschichte interessiert ist, ist ein Besuch in Eidsvoll sehr empfehlenswert. Ich fand die Führung dort sehr spannend. Wenn man eher die Konzentration auf religiöse Stätten legt, könnte die Variante Westroute bis Kapp und dann eine Fahrt nach Hamar eine gute Lösung sein. Dann hat man Granavollen dabei und könnte vielleicht auch in Engen Kloster übernachten, wo die beiden Schwestern sehr spannende Geschichten zu erzählen haben und man an der Abendandacht teilnehmen kann.
Fazit: Man kann mit beiden Variante nicht viel falsch machen, finde ich. Unberührte norwegische Wildnis sollte man allerdings auch auf beiden Wegen nicht zu viel erwarten. Es gibt sehr schöne, grüne Abschnitte, aber auch viele Straßen und Zivilisationsnähe. Das landschaftliche Highlight des Gudbrandsdalsleden ist einfach das Dovrefjell.
Unterschiede/Vergleiche:
- Straßen: Ich würde nicht sagen, dass auf der Westroute weniger Asphalt ist, aber es waren oft eher weniger befahrene Straßen. Auf der Ostroute hat man einige Abschnitte, bei denen man recht viel Verkehr hat. Aber man muss bei beiden Varianten damit rechnen, dass man etliche Asphaltstrecken hat.
- Naturnähe: Die Westroute hat insgesamt etwas mehr unberührte Natur, aber auch auf der Ostroute gibt es wundervolle, grüne Abschnitte (vor allem der traumhafte Wald zwischen Eidsvoll und Tangenodden).
- Herbergen: Auf der Westroute gibt es eine ganze Reihe von gemütlichen, liebevoll betreuten kleinen Herbergen, aber als größere Gruppe hat man es vermutlich auf der Ostroute leichter, da es hier mehr und mitunter auch größere Herbergen gibt.
- Pilgerbegegnungen: Insgesamt bin ich auf der Ostroute mehr Pilgern begegnet, wobei ich auch im Westen auf den ersten Etappen sehr nette Bekanntschaften geschlossen habe. Zwischen Kapp und Lillehammer wurde es dann sehr einsam, weil dort alle mit dem Skibladner rüber nach Hamar gefahren sind. Landschaftlich ist der Weg auf der Westroute zwischen Kapp und Lillehammer aber sehr schön.
- Historische Orte: Auf der Ostroute hat man Eidsvoll und Hamar, auf der Westroute Granavollen. Wenn man auch an der jüngeren norwegischen Geschichte interessiert ist, ist ein Besuch in Eidsvoll sehr empfehlenswert. Ich fand die Führung dort sehr spannend. Wenn man eher die Konzentration auf religiöse Stätten legt, könnte die Variante Westroute bis Kapp und dann eine Fahrt nach Hamar eine gute Lösung sein. Dann hat man Granavollen dabei und könnte vielleicht auch in Engen Kloster übernachten, wo die beiden Schwestern sehr spannende Geschichten zu erzählen haben und man an der Abendandacht teilnehmen kann.
Fazit: Man kann mit beiden Variante nicht viel falsch machen, finde ich. Unberührte norwegische Wildnis sollte man allerdings auch auf beiden Wegen nicht zu viel erwarten. Es gibt sehr schöne, grüne Abschnitte, aber auch viele Straßen und Zivilisationsnähe. Das landschaftliche Highlight des Gudbrandsdalsleden ist einfach das Dovrefjell.
- donjohannes
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- Registriert: 21. Jul 2019, 21:40
Re: Rat der Olavsweg-Absolventen
Danke, Yari, für diese Einschätzung. Das ist eine hilfreiche Gegenüberstellung - zumal von jemandem, der beides gegangen ist.
Was die Natur und das Fjell betrifft: das stimmt gewiss nach allen Videos, die ich gesehen habe. Ich hab' mir deswegen eine optionale "8er-Schleife" von Hageseter aus auf die Karte gesetzt, wo man 100 km in einer "8" rechts (Grimsdalshytta) und links (Snoheim) vom eigentlichen Weg noch etwas mehr von jener schönen Landschaft mitnimmt. Je nach Wetter und Zeit kann ich die dann gehen. Muss in dem Fall aber in Dovre zwei extra Tage Essen zuladen.
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