Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Allgemeine Diskussionen zur Pilgerei und ihrer Geschichte
calixtinusII
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Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von calixtinusII »

BÜRGER SANTIAGOS BEKLAGEN INVASION rücksichtsloser Camino-Touristen. Mehr lesen caminosantiago.org: https://www.caminosantiago.org/cpperegr ... saID=18620
Einige Auszüge in der Google-Übersetzung: .... Der Jakobsweg leidet unter einem unaufhaltsamen Touristenstrom, der wiederum dazu führt, dass die Stadt des Apostels in einen großen Vergnügungspark, oder vielmehr in einen einzigen Vergnügungspark, verwandelt wird. Seine Bewohner haben allmählich genug von einer unangenehmen Invasion, weil sie massiv und laut ist, oft unhöflich oder einfach rücksichtslos, was Wohlstand und Beschäftigung bringt, ja, aber Compostela für seine Bewohner manchmal unbewohnbar macht, zumindest für diejenigen, die es tun leben weder direkt noch indirekt von dem, was sich um den Xacobeo herum bewegt.

Für sie ist alles unbequem. Sie beginnen, die Geduld und das Verständnis zu verlieren, sogar gegenüber dem traditionellen Pilger, der heute eine Minderheit ist im Vergleich zu den ausgelassenen Massen, für die die Pilgerfahrt eine Party ist, und zu den Massen, die süchtig nach Trekking sind und den Camino als eine Reiseroute mit mehr Wandern begreifen.

Es kann bereits zu spät sein, Maßnahmen zu ergreifen. Aber es muss etwas geschehen.....


calixtinusII
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Matt Merchant
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Matt Merchant »

Pardon, aber: selten so eine Widersinnigkeit gelesen.
Santiago ist eine teure und reiche Stadt, gerade wegen seiner Gäste - und der euphorisierten Party-Mentalität der Ankömmlinge, die dort in ihrer großen Freude selbst impertinente Preise akzeptieren.
Der Obradoiro-Platz lebt allein von der Performanz dieser Freude.

Als guter Protestant, der, sorry for that, ganz persönlich das Santiago-Grab selbst für eine alte touristische Fälschung hält, möchte ich dafür plädieren, die Folgen dieses Tourismus als notwendiges Übel zu betrachten.

Gruß aus Muxía (das in der Tat immer touristischer wird),
Matthias
"Das Unscharfe um das Display herum, das ist der Camino.“ (frei nach M. M. Profitlich) :geek:
Peregrino Klaus
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Peregrino Klaus »

Ich kann mit den Einwohnern mit fühlen. Für mich ist Santiago auch schwer zu ertragen. Es ist meiner Meinung nach viel zu touristisch und total überlaufen. Es sind tatsächlich Menschenmassen die diesem Ort das Spirituelle nehmen. Und dass Jakobus tatsächlich dort begraben ist glauben
wohl Viele nicht. Jakobus war eben für die Reconquista eine politische Person.
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Annkatrin
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Annkatrin »

Das Problem gibt es nicht nur in Santiago. Hier im Norden fing es mit Sylt an. Die Einheimischen finden keine Wohnungen mehr, weil Ferienwohnungen mehr Geld bringen. Mittlerweile gibt es den Übertourismus auch an der an der Ostseeküste, man spricht von "Versyltung". https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 96354.html

Moin und buen Camino
Gerhard Nikolaus
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Gerhard Nikolaus »

Dazu kann ich nur sagen, die Geister, die man rief.
Wenn ich lese „Es kann bereits zu spät sein, Maßnahmen zu ergreifen. Aber es muss etwas geschehen.....“, frage ich mich, welche Maßnahmen das sein sollen.
Und ja, in meiner Wahrnehmung ist der Camino stark säkularisiert. Na und?! Soll man da jetzt für die Aushändigung des Pilgerausweises womöglich noch das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser aufsagen.
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Simsim
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Simsim »

Ich glaube es geht nicht um Tourismus allgemein, auch nicht um Menschenmengen, sondern um das respektlose Verhalten von immer mehr Leuten. Das ist extrem anders als in früheren Jahren, auch sogar hier im kleinen Vezelay. Schwer zu ertragen. Hier fühlt es sich irgendwie an, als sei da eine Aggressivität oder mindestens ein Stress unter der Oberfläche, als müsse man nochmal rausholen was geht, vor dem Weltuntergang, oder sowas ähnliches...
Hier in Vezelay ist es das erste Mal, dass das Phänomen in Massen auftritt, mit Leuten zu tun zu haben, die auf nichts und niemand Rücksicht nehmen, besonders wenn es Gruppen sind und bei höflichen Hinweisen ausfällig werden.
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Simsim
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Simsim »

Matt Merchant hat geschrieben: 16. Aug 2022, 20:41 Pardon, aber: selten so eine Widersinnigkeit gelesen.
Santiago ist eine teure und reiche Stadt, gerade wegen seiner Gäste - und der euphorisierten Party-Mentalität der Ankömmlinge, die dort in ihrer großen Freude selbst impertinente Preise akzeptieren.
Der Obradoiro-Platz lebt allein von der Performanz dieser Freude.

Als guter Protestant, der, sorry for that, ganz persönlich das Santiago-Grab selbst für eine alte touristische Fälschung hält, möchte ich dafür plädieren, die Folgen dieses Tourismus als notwendiges Übel zu betrachten.


Gruß aus Muxía (das in der Tat immer touristischer wird),
Matthias
Ich könnte mir vorstellen, dass in dem Fall, wo sich sogar Spanier über Partys beschweren, nicht unbedingt Freude gemeint ist. Echte Freude ist nicht rücksichtslos, aggressiv und mit Koma-Saufen verbunden.
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Frau Holle
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Frau Holle »

Ich wundere mich doch sehr, dass es so extrem sein soll.
Hat wirklich jemand außer den genervten Anwohnern den
Eindruck, dass der „traditionelle Pilger“ eine Seltenheit geworden ist und die meisten Party machen wollen?
Ich muss mal Heidi und Wencke fragen 🙂

Es wird zudem ein Vergleich zu „Trekkingsüchtigen“ gezogen, die „den Camino als eine Reiseroute mit mehr Wandern begreifen“.
Wer hat diese These aufgestellt und auf welcher Basis?
Werden die Caminosüchtigen mit guter Ausrüstung vielleicht unfairerweise zur Gruppe der Trekkingsüchtigen gezählt, weil sie eine gute/ teure Ausrüstung haben und so aussehen?
Wie definiert man eigentlich den traditionellen Pilger? Muss der in Mittelalterverkleidung auf den Camino oder den ganzen Tag beten? Oder darf er im Pilgerbüro ausschließen bei religiösen Gründen ein Kreuz machen um als traditioneller Pilger zu gelten?

Und hey, es ist heiliges Jahr seit nunmehr 20 Monaten am Stück!
Es wird am Jakobustag eine riesen Party veranstaltet mit Feuerwerk und Fernsehen, Stars und Interviews.
Nicht mit einem Gottesdienst IN der Kathedrale, nicht im Gebet, was ich persönlich jetzt mehr mit „traditionell“ assoziieren würde.
Santiago lädt zu einer 365 Tage langen Party ein (und dann wurden es ja sogar 2 Jahre), es werden viele neue Herbergen auf dem Boden gestampft, die Kathedrale über Jahre dafür saniert und dann wundert man sich wenn die Gäste auch zur Party kommen?!

Ich war zuletzt im Dezember auf dem Portugues und da war zwar nicht viel los, aber ich habe keine Partypilger:innen getroffen. Mal sehen wie das im Oktober sein wird, ich habe aber eher Sorge vor Handypilgern, insbesondere nach den aktuellen Erlebnissen von Matt. Denn die sind vermutlich unabhängig von der Jahreszeit in zu großer Zahl unterwegs.

Meine letzte Frage wäre zu diesem Satz/
„Es kann bereits zu spät sein, Maßnahmen zu ergreifen. Aber es muss etwas geschehen“

Was ist damit gemeint?
Was für Maßnahmen? Weniger Party am 25.7.?
Weniger Trara um die heilige Pforte? Nimmt man riesen Monitor von der Pforte weg und besinnt sich wieder auf die Heiligkeit dieser Tür?
Schließen Herbergen wieder um 22 Uhr ihre Tore, damit die Gäste früh schlafen gehen? Hört man auf Geld für das Schwingen des Butafumeiro zu nehmen, weil es die Schaulustigen und nicht die Frommen in den Gottesdienst zieht?
Oder was für Maßnahmen sind gemeint?
Party und Feuerwerk am 24. und 25.7., aber an den anderen Tagen im Jahr Verzehrverbot auf der Praza gibt es ja schon.

Ich finde die (drohende) Entwicklung auch nicht gut, aber diesen Artikel doch zu seltsam und schwammig um einfach zu glauben was da steht. Ich hoffe zudem natürlich, dass es so einfach nicht stimmt.
u l t r e i a
caminoxyz
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von caminoxyz »

calixtinusII hat geschrieben: 16. Aug 2022, 14:37 BÜRGER SANTIAGOS BEKLAGEN INVASION rücksichtsloser Camino-Touristen. Mehr lesen caminosantiago.org: https://www.caminosantiago.org/cpperegr ... saID=18620
Einige Auszüge in der Google-Übersetzung: .... Der Jakobsweg leidet unter einem unaufhaltsamen Touristenstrom, der wiederum dazu führt, dass die Stadt des Apostels in einen großen Vergnügungspark, oder vielmehr in einen einzigen Vergnügungspark, verwandelt wird. Seine Bewohner haben allmählich genug von einer unangenehmen Invasion, weil sie massiv und laut ist, oft unhöflich oder einfach rücksichtslos, was Wohlstand und Beschäftigung bringt, ja, aber Compostela für seine Bewohner manchmal unbewohnbar macht, zumindest für diejenigen, die es tun leben weder direkt noch indirekt von dem, was sich um den Xacobeo herum bewegt.

Für sie ist alles unbequem. Sie beginnen, die Geduld und das Verständnis zu verlieren, sogar gegenüber dem traditionellen Pilger, der heute eine Minderheit ist im Vergleich zu den ausgelassenen Massen, für die die Pilgerfahrt eine Party ist, und zu den Massen, die süchtig nach Trekking sind und den Camino als eine Reiseroute mit mehr Wandern begreifen.

Es kann bereits zu spät sein, Maßnahmen zu ergreifen. Aber es muss etwas geschehen.....


calixtinusII
Es heist nicht süchtig nach Trekking, sondern Fans von Trekking für die der Camino nur ein weiterer Fernwanderweg ist..
Und es geht auch nicht nur um Santiago, sondern um den ganzen Camino (Frances).

Meiner Meinung fehlt in dem Artikel die Differenzierung,
es gibt religöse Pilger, die abends auch get feiern, und Trekking fans für die der Weg auch was besonderes ist und auch Partypilgern können sich mal auf die Spirituality besinnen.

Wie gesagt, das Problem sind nicht bestimmte Kategorien von Pilger, sondern Overtourism.
D.h. die schlichte Masse und Gruppenreisen sind immer ein Problem, da Eine Gruppe psychologisch bedingt meist mehr auf sich selber fixiert ist, als wie auf die Umgebung.

Hier noch ein besserer Artikel zu dem Problem:

https://www.bullfrag.com/santiago-has-m ... eir-lives/
cuervo

Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von cuervo »

Als ich noch jung war, habe ich mich oft mit meinen Eltern oder anderen „Erwachsenen“ gestritten, wenn sie sich über Erscheinungsformen des neuen „Zeitgeistes“ geärgert haben, geänderte Verhältnisse im sozialen Leben und auch im beruflichen Leben angeprangert, verurteilt und als dumm bezeichnet haben und dabei die Lebensform ihrer Vergangenheit hoch gelobt haben. Ich habe sie nicht verstanden.

Heute bin ich selbst alt und verstehe inzwischen meine Eltern nur zu gut. Auch ich bin intolerant geworden gegenüber aus meiner Sicht dummen Auswüchsen in den sozialen Medien, gegenüber Party zu jeder Zeit, ohne Rücksicht auf Bedürfnisse anderer etc. Im angesprochenen Artikel geht es konkret um die Auswüchse der Partys in Santiago, welche die Bewohner von Santiago wohl tagtäglich zu ertragen haben. Und da gebe ich Simsim vollkommen recht und habe es selbst schon öfter erlebt: die Spanier selbst wissen zu feiern und sind insgesamt wohl viel toleranter was Lärm und ausgelassene Partys in ihren Städten betrifft. Wenn sich die Bewohner von Santiago nun beschweren, muss das Geschehen die ohnehin hohe Toleranzgrenze gegenüber Partys wohl endgültig überschritten heben. Dass hier von der Politik Grenzen gefordert werden ist für mich verständlich und keinesfalls ein Eingriff in die Freiheit der wenigen oder vielen (?) Ungehobelten und Rücksichtslosen, sondern vielmehr ein Abwägen der unterschiedlichen Interessen.

Aber im Unterschied zu meinen Eltern habe ich gelernt, mir unliebsame Veränderungen so weit wie möglich hinzunehmen, auszuweichen und mit Humor zu betrachten, solange ich nicht direkt massiv betroffen bin (z.B. habe ich mich gegen das Betreiben einer Airbnb-Wohnung in unserem Haus erfolgreich gewehrt, weil die Airbnb Auswüchse die soziale Struktur in Städten massiv beeinträchtigt und zum Nachteil der sozial Schwachen führt, welche sich Wohnungen dadurch kaum noch leisten können). So habe ich z.B. den CF einfach hinter mir gelassen, erinnere mich aber noch gerne an meine Erlebnisse vor über 10 Jahren und damit hat es sich. So bin ich offen für neues und habe z.B. dieses Jahr Teile des Zöllnerweges in der Bretagne bewandert und mich über die Stille, den ruhigen und freundlichen Umgang mit anderen Wanderern gefreut und den Weg auch in spiritueller Hinsicht so gehen können, wie es für mich passt. Dass sich viele Menschen auch noch heute über den CF in seiner jetzigen Form freuen können und so ihren Weg gehen können, freut mich, nur ist das halt für mich nicht mehr das richtige.

Indem man loslässt, findet sich neues.

LG cuervo
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Matt Merchant
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Matt Merchant »

Ihr Lieben,

immer wenn ich in Artikeln und Diskussionen irgendetwas über ‚wahre‘ und ‚falsche‘ Pilger:innen lese, wird mir mulmig; denn unbewusst knüpfen solche ‚Reinheitsdiskussionen‘ an ideologische Debatten an, die geschichtlich stets fatal verliefen. Ich glaube nicht, dass wir je be- oder verurteilen können, wer Pilger:in ist und wer nicht - schon garnicht an der Fallhöhe zwischen Party und Pietät in Santiago.
Allein schon deshalb finde ich den Artikel bedenklich.

Dieser Tage war ich dort und bin auch morgen wieder in Santiago. Jawohl, diese Stadt ist mittlerweile unerträglich - und selbst erstmalige Ankömmlinge fühlen sich dort zuweilen nicht wohl und möchten sofort weiterziehen. Gleichwohl: das Problem ist doch hundertprozentig hausgemacht (m.E seit der Er- bzw. Auffindung des Apostelgrabes als Urmoment) und vorhersehbar, denn jedes Detail dieser Stadt ist genau auf diesen Overtourismus konditioniert, provoziert und prolongiert ihn aktiv. Das hochkommerzielle und touristische ‚Heilige Jahr‘ tut sein Übriges.

Wenn ich hier in Muxía auf dem Monte Corpiño sitze, fallen mir Beten Andacht und Danksagung leichter als in der Kathedrale von Santiago.
In Santiago selbst greife ich seit Jahren zum Trick, meine Abschlussandacht nicht in der Kathedrale zu tätigen, sondern wenige Schritte daneben im Kirchlein St. Fructuoso. Dort ist’s meist leer, herrlich unspektakulär und es läuft schöne Taizé-Musik… ;-)

Pace e bene,
Muxía-Matt
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cuervo

Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von cuervo »

Auch ich hüte mich, mich auf Diskussionen über „wahre“ und „falsche“ Pilger einzulassen. Das führt zu nichts und ist immer nur subjektiv. Jeder geht seinen Weg auf seine Weise und ich masse mir diesbezüglich keine Wertung an.

Aber ich weiss für mich selbst, was für mich persönlich richtig ist und was falsch. So würde ich keinen Urlaub am Meer machen, wenn ich das Meer und Strandurlaub nicht mag. Deshalb würde ich Strandurlauber ja auch nicht verurteilen.
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Simsim
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Simsim »

Dass sich viele Menschen auch noch heute über den CF in seiner jetzigen Form freuen können und so ihren Weg gehen können, freut mich, nur ist das halt für mich nicht mehr das richtige.
Ich liebe diesen Weg seit jetzt 13 Jahren und gehe ihn seit 5 Jahren nur noch im tiefsten Winter.
cuervo

Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von cuervo »

Simsim hat geschrieben: 17. Aug 2022, 11:26
Dass sich viele Menschen auch noch heute über den CF in seiner jetzigen Form freuen können und so ihren Weg gehen können, freut mich, nur ist das halt für mich nicht mehr das richtige.
Ich liebe diesen Weg seit jetzt 13 Jahren und gehe ihn seit 5 Jahren nur noch im tiefsten Winter.
Würde mir glaub auch passen. Mal überlegen … offen für neuses sein :)
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Simsim
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Re: Bürger Santiagos beklagen Invasion rücksichtsloser Camino-Touristen

Beitrag von Simsim »

cuervo hat geschrieben: 17. Aug 2022, 11:29
Simsim hat geschrieben: 17. Aug 2022, 11:26
Dass sich viele Menschen auch noch heute über den CF in seiner jetzigen Form freuen können und so ihren Weg gehen können, freut mich, nur ist das halt für mich nicht mehr das richtige.
Ich liebe diesen Weg seit jetzt 13 Jahren und gehe ihn seit 5 Jahren nur noch im tiefsten Winter.
Würde mir glaub auch passen. Mal überlegen … offen für neuses sein :)
Januar/Februar ...da sind immer noch Pilger unterwegs, oft sehr interessante Begegnungen....es gibt genug Unterkünfte und sogar das Wetter war meistens zwar kalt, aber trocken (Ausnahmen natürlich gut möglich). Ganz viele Einkehrmöglichkeiten sind geschlossen, die Herbergen relativ leer, die Hospitalero/as entspannt. Sogar die Anwohner sind oft offen und freuen sich über einen Schwatz.
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